Düsseldorfer Club für Rasenspiele linksrheinisch 1919 e.V.

Kick it social
 

Geschichte des D.C.f.R. links

1919-1939

Der D.C.f.R. linksrh. 1919 e.V. wurde am 14.01.1919 unter dem Namen „Sportverein Düsseldorf 1919 links“ gegründet. Bei der ersten Zusammenkunft, so vermerkt die Verhandlungsniederschrift, wurde zum 1. Vorsitzenden Herr Hermann Fröhling,  zum Schriftführer Herr Hermann Klüners, zum Kassierer Herr Peter Bontenakels, zum Zeugwart Herr Josef Tups und zum Spielführer Herr Hermann Gebhard gewählt. Tatkräftig und begeistert vom Fußballsport, bauten sie den ersten Fußballverein im linksrheinischen Düsseldorf auf. Eine erste Mannschaft war bald zusammengestellt. In ihr nahm der 1. Vorsitzende den Posten des Mittelläufers ein.

Vereinsfarben schwarz - rot

Als Vereinsfarben wurden auf der Versammlung schwarz und rot gewählt. Schwarze Hosen und schwarz-rot lang gestreifte Trikots sollten nun beim CfR getragen werden. Dem Antrag auf Aufnahme in den Westdeutschen Spielverband (WSV) wurde durch die zuständigen Verbandsinstanzen am 19.02.1919 entsprochen. Gleichzeitig hatte unser Verein die Erlaubnis erhalten, die Spiele gegen Verbandsvereine auszutragen. Der Spielbetrieb beschränkte sich zunächst auf die linke Rheinseite im Gladbach-Krefelder Kreisgebiet, da die linken Rheingebiete nach dem verlorenen I. Weltkrieg noch von belgischen Truppen besetzt waren (1918-1926), die einen Spielbetrieb mit der rechten Rheinseite zunächst unmöglichen machten. Die ersten Gegner hießen deshalb also F.C. Uerdingen 05, Union Krefeld und BV Neuss. Diese Spiele gingen leider allesamt verloren, was die Spieler des neu gegründeten Vereins aber nicht entmutigte. Zum Pfingsfest des Jahres 1919 tätigte der damalige Vorstand einen Spielabschluss mit einem der bekanntesten westdeutschen Vereine der damaligen Zeit, mit dem TSV 08 Alemannia Aachen.

Über die Radrennbahn zum Heerdter Krankenhaus

Die Frage der Heimstätte des jungen Heerdter Vereins war zunächst so gelöst worden, dass die Heimspiele auf dem Innenraum der Radrennbahn an der Sportstraße ausgetragen worden. Heute steht an dieser Stelle ein in den neunziger Jahren erbautes Seniorenwohnheim. Bereits 1921 hatten die Mitglieder in freiwilliger, beispielsloser Arbeit den Sportplatz am Heerdter Krankenhaus geschaffen, der auch heute noch Heimat des D.C.f.R. linksrh. 1919 e.V. ist.

Erste sportliche Erfolge

Bereits in der Spielzeit 1921/22 konnte unser Verein den Meistertitel in der Düsseldorfer B-Klasse erringen. Der letzte entscheidende Sieg über den Rather SV wird allen, die dieses Spiel erlebten, unvergessen bleiben. Durch den Aufstieg spielte der Verein in den nächsten Jahren in der Kreisliga. Die Konkurrenten in den folgenden Jahren hießen u.a. TSV Eller 04, VfL Benrath 06, VfB Hilden 03, DSV 04 und natürlich auch der linksrheinische Konkurrent SSV Oberkassel (heute SC West). In jenen Jahren erfolgte auch die Umbenennung des Vereins in den uns heute bekannten Namen „Düsseldorfer Clup für Rasenspiele 1919“.

Handball beim CfR

Nach dem 1. Weltkrieg wurde in Deutschland der Handballsport immer beliebter. Beim CfR wurde dieses Ballspiel 1929 eingeführt. Jetzt schreiben die Chronisten in einem alten Artikel, dass „der Mut und Idealismus unserer ersten Handballer zu bewundern ist. Fehlten Ihnen zur erfolgreichen Durchführung der Spiele doch alles: Regelkenntnis, Ballbehandlung, Zusammenspiel usw..“ Einen großen Aufschwung nahm die junge Abteilung, als sie 1933 bei der Auflösung des linksrheinischen Arbeitersportvereins die geschlossene Handballabteilung aufnehmen konnte. Sie errang sogar 1935 eine Meisterschaft. Wann die Handballabteilung wieder aufgelöst wurde, ist heute leider nicht mehr nachvollziehbar.

1934 – Erster Platzwart

Nachdem 1927 der erste Pachtvertrag zwischen der Stadt Düsseldorf und dem D.C.f.R. linksrh. 1919 geschlossen wurde, erlaubte der Verein 1934 einen gewissen Oskar Wittig den Bau einer Holzhütte auf dem gepachteten Gelände, die er zu Wohnzwecken nutzen durfte. Faktisch war Herr Wittig damit der erste offizielle Platzwart in der Vereinsgeschichte des CfR Links.

Saison 1938/1939

Die Saison 1938/39 sollte eine ganz besondere in der noch jungen Vereinsgeschichte werden. Der Verein wurde in dieser Spielzeit ungeschlagen Meister der Düsseldorfer Kreisklasse. Es wurde ein „Startziel-Sieg“, denn schon nach dem ersten Spiel übernahm der CfR die Tabellenführung und gab sie bis zum Saisonende nicht mehr her. Die Lokaltreffen gegen den SSV Oberkassel, die jeweils vor über 1.000 Zuschauer stattfanden und damals einen Höhepunkt der sportlichen Ereignisse im linksrheinischen Düsseldorf darstellten, gewann der CfR jeweils knapp mit 1:0. Der größte Rivale in dieser Spielzeit hieß aber BC Düsseldorf 05. Am 02.04.1939 erreichten die Heerdter nach einem typischen Kampfspiel auf heimischer Anlage ein 0:0 gegen diesen Gegner und somit war ihnen der erste Platz und die Meisterschaft fast nicht mehr zu nehmen.

Den tollen Erfolg der Saison 1938/39 komplettierten die II. Mannschaft und die Heerdter B-Jugendlichen, die jeweils in ihren Grupen die Meisterschaft erringen konnten.

Auch im Pokal gab der CfR in dieser Saison eine beachtliche Figur ab und schaltete einige schwere Gegner aus. Bestimmt hätte der Verein nach dem Aufstieg in die Bezirksliga dort auch eine gute Rolle spielen können, aber der zweite Weltkrieg machte vorerst alle Hoffnungen zu Nichte.

Mit den wenigen Daheimgebliebenen und mit Heimatsoldaten bemühte man sich, den Spielbetrieb aufrechtzuerhalten. Doch nach und nach kam er ganz zum Erliegen. Viele Kameraden hatte der Verein verloren. Der Ausgang des Krieges hatte alles mühevoll  

Aufgebaute zerschlagen.

1945- 1973

Fusion mit dem HTV 1896

1945 galt es wieder, der durch den Krieg und seinen Folgen so hart getroffenen Jugend die Möglichkeit einer sportlichen Betätigung zu geben. Zunächst fusionierte der CfR Links deshalb mit dem Heerdter Turnverein 1896 unter dem neuen Namen „VfL 1896 Düsseldorf linksrheinisch“.

Es gelang dem neuen Verein mit vereinten Kräften, den Turn- und Sportbetrieb erneut aufzubauen und lebendig zu gestalten. Ihrer Tradition bewusst, rührten sich nach einigen Jahren die ursprünglichen Vereinsgruppen und strebten wieder nach Selbstständigkeit. In gutem Einvernehmen trennten sich die Vereine und nahmen Anfang der fünfziger Jahre wieder unter ihrem alten Namen ihre Eigentätigkeit auf. Ab- und Aufstieg

Die ersten Jahre nach dem Krieg verliefen beim CfR ohne die mitreißende Begeisterung, die noch aus der Vorkriegszeit bekannt war. Einen Rückschlag erlebte der Verein, als in der Saison 1952/53 die 1. Mannschaft in die 2. Kreisklasse abstieg. Bereits ein Jahr später konnte dieses Malheur mit dem Wiederaufstieg ausgebügelt werden. In der Saison 1954/55 wurde der CfR Links punktgleich mit dem SV Wersten 04 Gruppensieger, jedoch konnte nur eine Mannschaft in die Bezirksliga aufsteigen. So kam es zu einem Entscheidungsspiel zwischen diesen beiden Vereinen auf dem Platz des DSC Viktoria 02. Dieses Spiel ging leider nach gleichwertiger Leistung mit 1:2 verloren, sodass der SV Wersten 04 aufstieg. In der folgenden Saison verbauten die Amateure von Fortuna Düsseldorf dem CfR den Aufstieg. 1956/57 lief ein anderer Verein vom Flinger Broich den Heerdtern den Rang ab, Alemmania 08 (heute DJK SC Flingern 08).  

1958 Bezirksligaaufstieg

Ein Jahr später war die Glücksgöttin Fortuna dem CfR Links gut gesonnen und er konnte 19 Jahre nach dem ersten Bezirksligaaufstieg den zweiten Aufstieg in diese Klasse feiern. Ab dem zweiten Spieltag übernahm der CfR die Tabellenführung und gab sie nicht mehr ab. Am 29. Spieltag, dem 01. Juni 1958, wurde der Aufstieg mit einem 3:2 Heimsieg über die Reserve des DSC 99 perfekt gemacht.

Mit 48:12 Punkten (20 Siegen, acht Unentschieden und nur zwei Niederlagen) und 76:37 Toren ließen die Heerdter letztendlich so renommierte Vereine wie den DSV 04 und Ratingen 04 hinter sich. Der CfR war darüber hinaus in dieser Spielzeit der einzige Verein aus dem Fussballkreis Düsseldorf, der es schaffte in den ersten 13 Spielen ungeschlagen geblieben zu sein. Weder Fortuna Düsseldorf (10x), noch der damals eine Klasse höher spielende SSV Oberkassel (12x) schafften dieses Kunststück.

Abstieg – Clubhaus – Wiederaufstieg

In der kommenden Saison hielt der CfR die Klasse, musste aber bereits in der Saison 1959/60 wieder den Weg in die Kreisliga antreten. Dort spielte der Verein mit mäßigem Erfolg die nächsten 10 Jahre. Es gab in jener Zeit aber auch viel wichtigere Aufgaben für den Verein zu bewältigen. So hatten die Verantwortlichen bereits seit 1956 in vielen Eingaben an die Stadtverwaltung auf den teilweise unbrauchbaren Zustand des alten Sportplatzes und auf das verwahrloste Gelände zwischen Sportplatz und Krankenhaus hingewiesen. Der 25.02.1962 war deshalb ein bedeutender Tag in der Historie des CfR Links. Der Vorsitzende des Sportausschusses und Ratsherr der Stadt Düsseldorf, Herr Wiegandt, übergab an jenem Tag dem Verein die neue Sportanlage mit Umkleidekabinen. Damit waren endlich Umkleidegelegenheiten direkt am Sportplatz gegeben. Vorher zogen sich die Spieler jahrzehntelang im Lokal „Zur schönen Aussicht“ am Ende der Rheinallee (Straßendreieck Rheinallee – Werftstraße – Alt Heerdt) um. Am 10. Januar 1965 findet auf der Anlage des CfR Links die Einweihungsfeier für die vier (fast) baugleichen Sportheime des DSC 99, BV 04, TuRu 80 und des CfR Links statt.

Die ersten Clubwirte des CfR Links hießen Margot und Willi Reiners, die im Januar 1965 ihre Arbeit aufnahmen.


Der CfR Links wird ein eingetragener Verein

Am 30. Januar wird der Sportkamerad Goeres zum 1. Vorsitzenden gewählt, nachdem der bisherige Vorsitzende, Ludwig Breuer, sein Amt nicht mehr fortsetzen wollte. Bereits in der Vorstandssitzung vom 26.02.1970 schlug der neue 1. Vorsitzende vor, den Verein in das Vereinsregister eintragen zu lassen. Dieses Vorhaben schlug er nach vorheriger Ankündigung den Mitgliedern bei einer Mitgliederversammlung am 23. Mai 1970 vor, die auch gleichzeitig als Gründungsversammlung des D.C.f.R. linksrh. 1919 e.V. in die Annalen eingegangen ist. Der Vorteil der Eintragung in das Vereinsregister bestand darin, dass der Vorstand und die Vereinsmitglieder nicht mit ihrem privaten Vermögen für evtl. Schulden des Vereins haften mussten. Nur das Vereinsvermögen kann zur Schuldentilgung herangezogen werden. Erstmalig wird der CfR Links am 23. April 1971 im Vereinsregister des Amtsgerichts Düsseldorf eingetragen.

Die sportlich wohl glanzvollste Zeit des CfR Links wird Ende der 60er Jahre durch eine starke Verjüngung der I. Mannschaft eingeleitet. Ab der Saison 1970/71 wurde diese junge Mannschaft mit erfahrenen Spielern ergänzt.  Fortan spielte der CfR Links wieder eine bedeutende Rolle in der 1. Kreisklasse. In der Spielzeit 1972/73 wurde der Aufstieg trotz hervorragender 51:9 Punkten und 98:29 Toren noch knapp verpasst, doch im folgenden Jahr sollte es mit dem dritten Aufstieg in die Bezirksliga klappen.

1973-2008

Nach der inoffiziellen Herbstmeisterschaft mit einem hauchdünnem einpunkte Vorsprung vor dem Rather SV, reichten am Saisonende diesmal 51:9 Punkte und 89:29 Tore wenigstens zu einem Entscheidungsspiel. Der Rather SV beendete die Saison nämlich noch punktgleich mit dem CfR. Das Entscheidungsspiel fand am 26. Mai 1974 auf dem Sportplatz des TuS Gerresheim statt. Vor 1.560 Zuschauern, darunter rund die Hälfte aus Heerdt, siegte der CfR Links glücklich, aber nicht unverdient mit 1:0. Der Schütze des goldenen Tores in der 73. Spielminute hieß Helmut Schlenger.  

Der große Erfolg für den Verein in dieser Saison wurde durch die Reserve-Mannschaft komplettiert der, wie bereits in der Saison 1970/71, der Aufstieg in die 2. Kreisklasse als Meister gelang.

10 Jahre Bezirksliga und 1975 DN-Pokalsieger

Mit dem Aufstieg in die Bezirksliga begann für den CfR Links aus sportlicher Sicht die erfolgreichste Zeit seiner Vereinsgeschichte. Zehn Jahre sollte der CfR nun ununterbrochen in der Bezirksliga spielen und belegte während dieser Dekade häufig Plätze in der oberen Tabellenhälfte. Neben dem normalen Spielbetrieb beteiligte sich die 1. Mannschaft in den Jahren 1975 – 1977 mit großem Erfolg an dem Wettbewerb um den Fußballpokal der „Düsseldorfer Nachrichten (DN-Pokal)“, der als inoffizielle Stadtmeisterschaft galt. Gleich 1975 gelang dem CfR bei einer Beteiligung von weiteren 47 Vereinen überraschend der Pokalsieg. Dieser wurde, neben der Siegerehrung bei einem Empfang mit Vertretern der Landeshauptstadt in den Rheinterrassen, auch am 16.09.1975 mit einem Spiel gegen die Bundesliga-Mannschaft von Fortuna Düsseldorf belohnt. Die Fortuna zählte damals zum erweiterten Kreis der Meisterschaftsfavoriten und hatte sich zuvor verpflichtet gegen den inoffiziellen Stadtmeister anzutreten. Die 1:19 Niederlage auf der Platzanlage von TuRu 80 konnte an diesem Tag keinem Heerdter die gute Laune verderben. Auch in den nächsten beiden Jahren spielte der CfR bei dem DN-Pokal eine sehr gute Rolle und erreichte einen dritten und vierten Platz.

Wieder ein Entscheidungsspiel

Nach Ablauf der Saison 1979/80 kam es für den CfR Links zu einem Entscheidungsspiel. Auf der Anlage des TuS Reuschenberg wurde in diesem Spiel der dritte Absteiger aus der Bezirksliga gesucht. Nach hartem Kampf gewann der CfR mit 1:0 (0:0) gegen den TSV Norf und sicherte sich die weitere Zugehörigkeit zur Bezirksliga. Der Siegtorschütze in der 84. Spielminute hieß Antonio Munoz.

In der Spielzeit 1982/83 errang die II. Mannschaft des CfR Links den Aufstieg in die Kreisliga A und erhielt diese auch in der folgenden Spielzeit. Die I. Mannschaft stieg in der Saison 1983/84 wieder in die 1. Kreisklasse ab. Dieser Abstieg zeichnete sich bereits in den vorangegangenen Spielzeiten ab. Der CfR Links bestritt also die Saison 1984/85 mit zwei Mannschaften die in der Kreisliga-A spielten. Eine spielte in der Nord- und die andere Mannschaft in der Südgruppe. Einen besonderen Höhepunkt hatte jedoch noch die Saison 1983/84 für den CfR Links parat.

C-Junioren steigen in die Niederrheinliga auf

Die C-Junioren gewannen die Meisterschaft in der Sonderliga des Kreises Düsseldorf und stiegen somit automatisch in die damals höchste Juniorenspielklasse, in die Niederrheinliga, auf. Der Meistermannschaft gehörte u.a. Harald Mantei an, der später in den Oberliga Mannschaften von Fortuna Düsseldorf II und vom ETB Schwarz-Weiss Essen spielte. Leider konnten sich unsere C-Junioren nur ein Jahr in der Niederrheinliga halten und stiegen in der Spielzeit 1984/85 wieder in die Sonderliga ab.

Im Seniorenbereich lief es in den Jahren 1984-1986 auch nicht viel besser. Positiv war im Jahr 1986, dass sich die Hobbyfussballer von RW Heerdt dem Verein anschlossen, sportlich ging es beim CfR Links aber weiter bergab. Den mittelmäßigen Platzierungen der vergangenen  zwei Jahre, folgte nach der Saison 1986/87 der Abstieg in die 2. Kreisklasse. Bereits ein Jahr später konnte aber der Wiederaufstieg in die 1. Kreisklasse bejubelt werden. Trainer im Aufstiegsjahr war Herbert Kögel, der bereits als Bezirksligaspieler für den CfR Links aktiv war. Nun spielte der CfR zwei Jahre lang im oberen Drittel der Tabelle mit, aber zum ganz großen Wurf, sprich Rückkehr in die Bezirksliga reichte es nicht ganz.

1990/91 – Ein verrückte Spielzeit

Dieses Ziel wurde nach Ablauf der Saison 1990/91 erreicht, ein Jahr nachdem die Reserve endlich wieder in die Kreisliga B aufgestiegen ist. Diese Saison hat nicht nur in der Historie des CfR’s einen besonderen Platz eingenommen, sondern auch beim Fußballkreis 1, Düsseldorf. Nach dieser Saison wurde nämlich in den Amateurklassen wieder das Torverhältnis eingeführt. Zwei der vielen Gründe der Wiedereinführung lieferten die Abschlusstabellen der beiden A Kreisligen des Kreises 1. In dieser Spielzeit stiegen nicht nur die Gruppensieger in die Bezirksliga auf, sondern die beiden Gruppenzweiten konnten in einem Entscheidungsspiel sogar einen dritten Aufsteiger in die Bezirksliga ausspielen.

Der CfR hielt sich die ganze Saison über in der Spitzengruppe der Kreisliga A, Gruppe Nord, und führte auch zeitweise die Tabelle an. Fünf Spieltage vor Saisonende hatte der CfR jedoch einen vier Punkte Rückstand auf Rheinwacht Unterrath. Mit einem famosen Schlussspurt holten die Heerdter aus den restlichen Spielen 10:0 Punkte und schlossen die Saison doch noch punktgleich mit den Unterrathern ab. Ein Entscheidungsspiel um den Gruppensieg war somit also fällig, da das Torverhältnis nicht zählte. In der Parallelgruppe, der Südgruppe, musste ein Entscheidungsspiel zur Ermittelung des   zweiten Tabellenplatzes stattfinden. In dieser Gruppe führte lange Zeit der TSV Urdenbach souverän die Tabelle an und galt als sicherer Meister und Aufsteiger. In den letzten vier Saisonspielen verschenkte Urdenbach aber den klaren Vorsprung und musste am letzten Spieltag froh sein, sich wenigsten punktgleich mit dem TSV Eller 04 den zweiten Tabellenplatz gesichert zu haben. Das Entscheidungsspiel gewannen die Urdenbacher und standen somit als alleiniger Tabellenzweiter fest. Gleich-zeitig qualifizierten sie sich für das Entscheidungsspiel gegen den zweiten der Nordgruppe. Dieses Spiel wollte der CfR Links auf jeden Fall vermeiden, denn er wollte mit einem Sieg über Rheinwacht Unterrath Gruppensieger und somit Direktaufsteiger in die Bezirksliga werden. Das Entscheidungsspiel um den Gruppensieg fand auf der Anlage von SW 06 Düsseldorf vor etwa 800 Zuschauern statt. Nach absolut ausgeglichenem Spielverlauf stand es nach 90- und 120 Minuten 1:1. Es kam also zu einem Elfmeterschießen, welches der CfR klar verlor. Rheinwacht Unterrath stand damit als Gruppensieger und Aufsteiger in die Bezirksliga fest, während die Heerdter vier Tage später noch einmal  spielen mussten. Das Entscheidungsspiel um den dritten Bezirksligaaufsteiger fand auf der Anlage von Sparta Bilk statt. Wieder fanden sich etwa 800 Zuschauer ein, doch dieses Mal nahm das Spiel für den CfR einen erfreulicheren Verlauf. Tore von Sommer und Zass reichten zu einem 2:0 (1:0) Sieg über den TSV Urdenbach und sicherten dem CfR Links den vierten Aufstieg in die Bezirksliga.


Spannender Abstiegskrimi

Auch die erste Bezirksligasaison nach siebenjähriger Abstinenz hatte es in sich. Am vorletzten Spieltag sicherten sich die Heerdter einen Punkt gegen den bereits als Meister feststehenden 1.FC Mönchengladbach. Dieser Punktgewinn hätte trotzdem bei einem gleichzeitigen Sieg von Benrath 10 über den BV 04 den Abstieg bedeutet. Der BV 04, für den es um nichts mehr ging, gewann jedoch erstaunlich hoch mit 5:2 Toren. Dadurch rückte der CfR punktgleich, aber mit der um einen Treffer besseren Tordifferenz, gegenüber Benrath 10 auf den 13. Tabellenplatz vor. Am letzten Spieltag musste der CfR beim Tabellendritten Ratingen 04/19 antreten, während es zwischen Benrath 10 und den SF 06 Neuwerk zu einem Abstiegendspiel kam. Die Tabellensituation vor dem letzten Spieltag:

13. D.C.f.R. Links 23:35 Pkt. Tordiff.- 14

14. Benrath 10       23:35 Pkt. Tordiff.- 15

15. SF 06 Neuwerk 22:36 Pkt. Tordiff.- 11

 

Es galt also sowohl für den CfR, als auch für Benrath 10 möglichst hoch zu gewinnen. Der CfR gewann sein Spiel mehr als glücklich mit 1:0 durch einen Treffer von Roland Deuß, während Benrath 10 mit 0:3 gegen Neuwerk verloren hatte. Frank Kiefer und Thomas Troschka, die damals mit einem der ersten mobilen Telefone in Benrath das Spiel verfolgten, übermittelten die Kunde der Benrather Niederlage und sorgten natürlich für grenzenlosen Jubel bei Trainer, Mannschaft, Verantwortlichen und Fans.

Nach dieser Spielzeit erlebte der CfR Links zwei ruhige Bezirksliga Jahre, in denen er jeweils einen Mittelfeldplatz erreichte. Bereits nach der Saison 1994/95 war nach vier Jahren erneut das Abenteuer Bezirksliga für den CfR Links beendet und er stieg wieder in die Kreisliga A ab. Nun folgten an der Pariser Straße neun Spielzeiten mit Kreisligafußball, in denen sich der CfR immer in der oberen Tabellenhälfte tummelte.

 

1997 – Bedeutendes Jahr in der CfR-Geschichte

Der CfR Links spielte zwar zu Beginn und am Ende des Jahres 1997 „nur“ in der Kreisliga A, dennoch war dieses Jahr ein sehr bedeutendes für den Verein. Zunächst wurde am 01.04.1997 der ehemalige Spielführer der I. Mannschaft und Pressewart des CfR Links, Peter Blum, zum ersten Vorsitzenden gewählt. Unter seiner Federführung begann im Juli 1997 der Umbau des Clubheims. Ebenfalls im Juli dieses Jahres bestritt die I. Mannschaft im Rahmen der Saisoneröffnungsfeier von Fortuna Düsseldorf ein Freundschaftsspiel gegen Fortuna 95 vor über 5.000 Zuschauern. Last but not least konnte der CfR Links für die Saison 1997/98 erstmals eine Damenmannschaft melden, die fortan an einem geregelten Meisterschaftsbetrieb teilnahm.  Am Ende ihrer ersten Saison landete die Damenmannschaft auf dem 11. Tabellenplatz. Die I. Mannschaft hätte fast die Bemühungen des neugewählten Vorstands belohnt und verpasste nur knapp unter den neuen, „alten“ Trainer Herbert Kögel den Aufstieg in die Bezirksliga. Vielleicht wurde dieses Unterfangen ausgerechnet mit dem prestigeträchtigen Spiel gegen Fortuna Düsseldorf aufs Spiel gesetzt. Zwei Stammspieler verletzten sich in dieser Partie so sehr, dass sie ihre Karriere beenden mussten. In dieser Saison „verschenkte“ der CfR den durchaus möglichen Aufstieg schon  in den ersten vier Spielen. Von 12 möglichen Punkten wurden nur zwei Punkte eingefahren, sodass der spätere Aufsteiger, FC Kosova, bereits  einen 10 Punkte Vorsprung vor den Heerdtern besaß. Am Ende dieser Spielzeit belegte der CfR den dritten Tabellenplatz mit sechs Punkten Rückstand auf den Aufsteiger.

1998 - Clubhausneueröffnung

Die Neueröffnungsfeier des CfR-Clubhauses musste deshalb am 17. Oktober 1998 als A-Kreisligist gefeiert werden. Weitere Spielzeiten in denen der CfR Links in den vorgenannten neun Jahren bis fast zum Saisonende als möglicher Aufsteiger im Gespräch war, gab es leider nicht mehr.  Dafür kam es aber im positiven Sinne knüppeldick für die Heerdter in der Saison 2004/2005.

2005 Rückkehr in die Bezirksliga

Die 1. Mannschaft wurde nach 31 Jahren wieder Meister ihrer Gruppe und stieg in die Bezirksliga auf. Die Reserve tat es ihr gleich und stieg als Tabellendritter in die Kreisliga A auf. Im Kreispokal erreichte der CfR Links darüber hinaus das Viertelfinale und musste sich dort dem Bezirksligisten VfL Benrath 06 unglücklich mit 2:4 beugen.

Dem fünften Aufstieg in die Bezirksliga ging die Verpflichtung von sechs neuen Spielern voraus, so dass die Mannschaft eine famose Saisonleistung zeigen konnte. Von den 28 Meisterschaftsspielen (der TV Angermund zog seine Mannschaft zurück) wurde nur eines verloren (2:3 gegen Vatangücü Düsseldorf). Besondere Duelle lieferte sich der CfR gegen den Nachbarn FC Büderich. Das erste Spiel gewannen die Heerdter in Büderich vor ca. 400 Zuschauern mit 1:0, dass Rückspiel endete auf der CfR-Platzanlage mit 3:3 vor über 600 Zuschauern. Unvergessen bleibt auch der 5:3 Sieg beim SV Hösel, der trotz eines 0:3 Rückstandes nach 60 Spielminuten zustande kam. Am vorletzten Spieltag sicherten sich die Heerdter mit einem 1:0 Heimsieg gegen den SV Lohausen die Gruppenmeisterschaft vor dem FC Büderich. Der Aufstieg wurde anschließend mit einer Traktorfahrt (natürlich mit Anhänger) durch Heerdt gebührend gefeiert.

Im Jahr 2005 begann die Stadt mit dem Clubhausanbau. Durch diesen sollten zwei neue große Kabinen entstehen und eine große Terrasse, die vom Clubheim aus zugänglich ist. Zusätzlich wurde von der Stadt Düsseldorf die Front- und die zur Pariser Straße zugewandte Seite erneuert bzw. verschönert.

Entscheidungen jeweils am vorletzten Spieltag

Die nächsten zwei Spielzeiten quälte sich der CfR Links durch die Bezirksliga. Vor der Spielzeit 2005/2006 verstärkte sich der CfR Links um Trainer Frank Zwiebler erneut mit fünf neuen Spielern. Trotz des gut besetzten Kaders, sicherten sich die Heerdter erst am vorletzten Spieltag die weitere Bezirksligazugehörigkeit. In den letzten fünf Minuten drehte der CfR einen 0:1 Rückstand gegen den FC Tannenhof in einen 2:1 Sieg und der FCT musste den Weg in die Kreisliga A antreten. Im Falle einer Niederlage hätte es die Heerdter erwischt. Der Freude der 1. Mannschaft stand der Ärger der 2. Mannschaft gegenüber, die nach einem Jahr wieder in die Kreisliga B abgestiegen ist. Ein weiteres großes Ärgernis für den Verein war der Umgang des Verbandes mit unserer Damenmannschaft. Am letzten Spieltag musste diese untätig zusehen, wie der Konkurrent um den zum Aufstieg berechtigenden zweiten Tabellplatz, der FC Tannenhof, bei dem FCR Duisburg spielte. Duisburg stand bereits als Meister und Aufsteiger fest und gewann dieses Spiel mit 12:0. Die Gruppenleiterin gratulierte noch auf der Platzanlage des FCR Duisburg der anwesenden Damenmannschaft des CfR Links zum Landesligaaufstieg. Eine Woche später wurde die Gratulation in der amtlichen Mitteilung des FVN (Fußballverband Niederrhein) veröffentlicht. Vier Wochen nach dem 12:0 Sieg der Duisburgerinnen, wurde einem Einspruch vom FC Tannenhof stattgegeben. Die Duisburgerinnen setzten mehrere nicht spielberechtigte Spielerinnen bei ihrem Sieg ein. Der Bitte des CfR Links, die Landesliga um einen Platz aufzustocken, widersprach der Verband.

Die nächste Saison sollte ähnlich spannend verlaufen. Die I. Mannschaft schaffte wieder am vorletzten Spieltag den Klassenerhalt. Im „Abstiegsendspiel“ auf heimischer Anlage lagen die Heerdter gegen den TSV Norf bereits mit 0:2 zur Halbzeit zurück. Mit einer furiosen Aufholjagd, einem gehaltenen Elfmeter und einem Siegtor in allerletzter Minute bescherte der CfR seinen Fans nicht nur ein Herzschlagfinale und einen 3:2 Sieg, sondern sicherte sich auch den Klassenerhalt.

2007 – Damen steigen in die Landesliga auf

Die Damenmannschaft machte es in dieser Spielzeit nicht weniger spannend. Eigentlich stellte sie die klar beste Mannschaft ihrer Gruppe, aber diverse Verletzungen und andere starke Gegnerinnen machten unserer Mannschaft das (Fußballer)Leben schwer. Drei Spieltage vor Saisonende konnte der CfR den Aufstieg aus eigener Kraft nicht mehr schaffen. Die Heerdterinnen hatten fünf Punkte Rückstand auf die Tabellenführerinnen des FC Straberg, doch am 22. von insgesamt 24. Spieltag leisteten die Damen vom SV Post Telekom Düsseldorf den Heerdterinnen wichtige Schrittmacherdienste und gewannen ihre Partie gegen den FC Straberg. So betrug der Rückstand des CfR’s gegen die Erstplatzierten am vorletzten Spieltag nur zwei Punkte. Jetzt hatten es die Damen im direkten Aufeinandertreffen selber in der Hand die Tabellenführung zu übernehmen. Über vierzig Fans nutzten den vom Verein gecharterten Bus und unterstützen die Mannschaft. Der 0:1 Pausenrückstand konnte in einen viel umjubelten und verdienten 2:1 Sieg umgewandelt werden. Am letzten Spieltag kam es zu einem erneuten Aufstiegsendspiel an der Pariser Straße. Diesmal kam die Damenmannschaft des VdS Nievenheim, die mit einem Sieg noch eine theoretische Aufstiegschance besessen hätte. Bei diesem „Hätte“ ist es auch geblieben, denn die CfR-Damen gewannen hochverdient mit 4:1, obwohl sie bereits nach 60 Sekunden mit 0:1 im Rückstand geraten sind. Durch diesen Sieg sicherte sich der CfR die Gruppenmeisterschaft und den Aufstieg in die Landesliga.

2008 – Bezirksligaabstieg Nummer vier

Nach dreijähriger Bezirksligazugehörigkeit musste die I. Mannschaft wieder den Weg in die Kreisliga A antreten. Es nutzte da auch nichts mehr, dass der CfR die viertbeste Rückenrundenmannschaft stellte. Bei Punktegleichheit gab letztendlich die um sieben Tore schlechtere Tordifferenz gegenüber dem VfL Jüchen-Garzweiler den Ausschlag für den Abstieg. Der Damenmannschaft gelang dagegen souverän der Klassenerhalt nach dem ersten Landesligajahr. Über einen längeren Zeitraum lagen die CfR-Damen sogar auf dem dritten Tabellenplatz, mussten sich aber am Ende mit einem immer noch guten sechsten Tabellenplatz zufrieden geben.

Der Clubhausanbau fand 2008 nach über dreijähriger (!) Bauzeit endlich seinen Abschluss. Der 2008 begonnene Bau der Boule-Halle wurde ebenfalls in diesem Jahr abgeschlossen.

2009 - Endlich: K u n s t r a s e n p l a t z

Im Jahr 2009 kam es zum großen Fiasko für die I. Herrenmannschaft des Vereins. Diese stieg ausgerechnet im Jahr des 90jährigen Vereinsjubiläums erneut ab. Somit wurde die Mannschaft binnen zweier Jahre von der Bezirksliga in die Kreisliga B durchgereicht. Zwei Abstiege hintereinander einer I. Mannschaft hatte es in der 90jährigen Vereinsgeschichte noch niemals gegeben. Die II. Mannschaft wollte sich in der Saison 2008/2009 solidarisch mit der I. Mannschaft zeigen und stieg ebenfalls fast im Jubiläumsjahr ab, jedoch konnte der Abstieg am grünen Tisch zu Recht verhindert werden. Die Damenmannschaft beendete ihre zweite Landesligasaison auf einem guten fünften Tabellenplatz. Erstmalig in der Vereinsgeschichte meldete der CfR im Jahr 2009 (zur Saison 2009/2010) eine zweite Damenmannschaft. Allen positiven und negativen Ereignissen zum Trotz, war jedoch der absolute Höhepunkt des Jahres 2009 die Fertigstellung des lang ersehnten Kunstrasenplatzes nebst Kleinspielfeld. Im  Juni wurde die Umbaumaßnahme gestartet und die Fertigstellung erfolgte Anfang Oktober 2009. Tröstend kommt aus sportlicher Sicht zum Ende des Jubiläumjahres 2009 hinzu, dass die I. Mannschaft beste Chancen auf den direkten Wiederaufstieg in die Kreisliga A besitzt und die II. Mannschaft sehr gute Möglichkeiten hat ohne große Abstiegssorgen die Klasse zu halten. Die I. Damenmannschaft befindet sich wieder in der absoluten Spitzengruppe und auch die II. Damenmannschaft leistete seit ihrem Bestehen Beachtliches.

2009- bis heute

Niederrheinliga Aufstieg der Damen 2009, dem letzen Aufstieg einer I. Herrenmannschaft Niederrheinliga Aufstieg der Damen 2009, dem letzen Aufstieg einer I. Herrenmannschaft 2010 in die Kreisliga A, in der Saison 2014/2015 ist die I. Herrenmannschaft des CfR links  in die Kreisliga B abgestiegen-  und dafür die II. Herrenmannschaft von der Kreisliga B in die Kreisliga A aufgestiegen, die Niederrheinmeisterschaft der Damen und dem damit verbunden Aufstieg in die dritthöchste Liga (Regionalliga West) von 2014 und 2017, sowie der Einzug in das Niederrheinfinale 2017 vor knapp 500 Zuschauer, auf unserer Anlage.

Eine sportbegeisterte Jugend ist die Zukunft unsers Vereins. Unter dem Motto "Kick it social" leben wir den respektvollen Umgang im Sport miteinander.

Die Meisterschaften der 1. Kreisklasse und der Kreisliga A

1939

Die erste Meisterschaft der 1. Kreisklasse (heute Kreisliga A) eines Vereins ist immer etwas Besonderes. Aus sportlicher Sicht war die errungene Meisterschaft in der Saison 1938/39 und der damit verbundene Aufstieg in die Gauliga (= heutiger Bezirksliga) vielleicht der sportlich wertvollste Erfolg des CfR Links. Die damaligen Meister der Gauligen  ermittelten später im K.O.-System den Westdeutschen Meister. Der Meister und Vizemeister, sowie der Dritte der westdeutschen Meisterschaft spielten anschließend mit 13 anderen Mannschaften ebenfalls im K.O.- System um die deutsche Meisterschaft. Diese große Möglichkeit, so abwegig es heute auch erscheinen mag, wurde vielen Vereinen, nicht nur dem CfR Links, verwehrt, da laut unseren Chronisten der Spielbetrieb in den unteren Klassen durch den Kriegsbeginn schnell zum Erliegen kam. Der CfR Links konnte also die Früchte seines Aufstieges nicht genießen.

Bekannt aus der Meistermannschaft dürften den „alten“ Linksern besonders die Spieler Seffern und Reiners sein, die dem Verein lange Zeit als treue Wegbegleitern erhalten blieben. Seffern war später u.a. Juniorentrainer beim CfR Links und Mitglied des Spielausschusses. Willi Reiners blieb dem Verein später ebenfalls als Juniorentrainer und Mädchen für alles erhalten, bevor er Ende 1964, Anfang 1965 der erste offizielle Platzwart und Clubwirt wurde. Th. Kempkes dürfte in Heerdt auch zu den bekannteren Spielern gehört haben. Wenigstens der Nachname findet sich in einigen Vereinsdokumenten häufig wieder.

1958

Der Weg zur zweiten Meisterschaft der 1. Kreisklasse war lang und steinig, wurde aber in der Saison 1957/58 letztendlich souverän bewältigt. 20 Siege, 8 Unentschieden und nur 2 Niederlagen standen am Ende der Saison zu Buche.

Noch in der Saison 1952/53 stieg der CfR Links in die 2. Kreisklasse ab, schaffte aber den sofortigen Wiederaufstieg. In der Saison 1954/55 wäre fast der nächste Aufstieg in die Bezirksliga gelungen, aber der CfR verlor unglücklich das notwendig gewordene Entscheidungsspiel gegen den SV Wersten 04 unglücklich mit 1:2 Toren. Die nächsten zwei Spielzeiten folgte jeweils ein zweiter Tabellenplatz, sodass der Aufstieg im Jahr 1958, nach zwei Vizemeisterschaften getrost als hochverdient bezeichnet werden darf. Der CfR übernahm bereits am zweiten Spieltag die Tabellenführung und gab sie nicht mehr her. Eines der herausragenden Spiele in dieser Spielzeit war der Sieg beim SV Hösel, der nach einem 0:2 Rückstand zustande kam. Ein anderes Ereignis der Saison 1957/58 wird noch im Kapitel Anekdoten ausführlicher geschildert. Ein Nachholspiel gegen RW Lintorf sollte ausgerechnet auf der Anlage des hartnäckigsten Widersachers, Ratingen 04, ausgetragen werden, da die Lintorfer eine neue Platzanlage erhielten. Der Vorstand des CfR Links wehrte sich erfolgreich mit Händen und Füßen gegen den Austragungsort und wendete so einen wohlmöglichen Nachteil vom Verein ab. Der bekannteste Spieler der damaligen Mannschaft hieß Caris, der wie auch J. Kempkes und ein gewisser Sportkamerad Baum Mitglied der Aufstiegsmannschaft von 1953/54 war (Aufstieg in die 1. Kreisklasse). Caris blieb dem Verein später als Spielausschussmitglied, Betreuer und AH-Spieler treu.

Der Name Kempkes erscheint mit Th. Kempkes bereits in der Meistermannschaft von 1939. In der Meistermannschaft von 1953/54 erscheint der Name J. und M Kempkes, in der Meistermannschaft von 1957/58 erscheint dann neben J. Kempkes noch der Name H. Kempkes.

Die Mannschaft konnte in ihrem ersten Bezirksligajahr die Klasse noch halten, stieg aber in der Spielzeit 1959/60 wieder in die 1. Kreisklasse ab.

1974

Ebenso wie der Aufstieg 1958 zeichnete sich auch der Aufstieg 1974 über einen längeren Zeitraum ab. Der Verein verfolgte bereits Ende der 60er Jahre das Ziel die I. Mannschaft zu verjüngen. Anfang der 70er wurde die Mannschaft durch erfahrene Spieler ergänzt. Einer von Ihnen war Peter Blum, der nach vier Jahren vom VfR Neuss zum CfR Links zurückkehrte. In der Saison 1972/73 verfehlte der CfR trotz hervorragender 51:9 Punkte den Aufstieg um drei Punkte und musste dem TuS Gerresheim vortritt lassen. In der nächsten Saison holte der CfR Links wieder 51:9 Punkte, ebenso wie der Rather SV. Zur damaligen Zeit zählte das Torverhältnis noch nicht – das vom Rather SV war besser als das vom CfR Links -, sodass es zu einem Entscheidungsspiel um den Gruppensieg und zur Ermittelung des Aufsteigers kommen musste. Dieses Entscheidungsspiel fand am 26. Mai 1974 um 15.00h auf der Anlage des TuS Gerresheim statt. Mit 2000 Handzetteln machte der CfR Links neben den üblichen Pressemitteilungen auf dieses Spiel aufmerksam, für das darüber hinaus zwei Busse gechartert wurden. Etwa 700-800 Heerdter Fans fanden sich unter den 1.500 Zuschauern ein und feuerten ihre Mannschaft an. Der CfR agierte in diesem Spiel äußerst defensiv und hatte so manche heikle Situation zu überstehen. Mitten in eine Drangphase des Rather SV hinein, als die Zuschauer schon mit dem Führungstreffer der Rather rechneten, fuhr der CfR Links den entscheidenen Konter. In der 73. Spielminute erzielte Helmut Schlenger auf Zuspiel von Stefan Petrasek den viel umjubelten 1:0 Siegtreffer und besiegelte somit den dritten Bezirksliga-Aufstieg des CfR Links. Anders als ihre Vorgänger Mannschaften, konnte und durfte sich diese Mannschaft in der Bezirksliga über Jahre etablieren.

Bekannteste Mitglieder dieser Mannschaft waren Peter Blum, der gleichzeitig schon den Posten des Pressewartes ausübte und später auch noch 1. Vorsitzender werden sollte. Ebenfalls Mitglied der Meistermannschaft war Herbert Kögel, der in den achtziger und neunziger Jahren zweimal Trainer der ersten Mannschaft wurde und sich jahrelang als Kassierer um die Vereinsfinanzen kümmerte. Heute noch Mitglieder des CfR Links sind Herbert Nowotka, der später ebenfalls zum Kassierer gewählt wurde, sowie Herbert Ledor und Stefan Petrasek. Einer der besten Düsseldorfer Amateurspieler der damaligen Zeit, Wolfgang Strukat, war ebenfalls Mitglied dieser Mannschaft. Leider verstarb Wolfgang Strukat im März 2008.

2005

Die Gruppenmeisterschaften der Jahre 1958 und 1974 waren jeweils das Ergebnis jahrelanger kontinuierlicher Aufbauarbeit und sinnvoller punktueller Verstärkungen. Diese beiden Meisterschaften zeichneten sich bereits aufgrund hervorragender Platzierungen der vorangegangenen Spielzeiten ab. 2005 war die Geschichte der Gruppenmeisterschaft und des Aufstieges in die Bezirksliga etwas anders geartet. Nach Jahren der Mittelmäßigkeit wurde die I. Mannschaft in der Saison 2003/2004 Tabellenfünfter. Unter dem neuen 1. Vorsitzenden Klaus Großhanten wurden neben dem renommierten Düsseldorfer Amateurtrainer Frank Zwiebler nicht weniger als sechs neue Spieler verpflichtet. In der Winterpause stieß sogar noch ein siebter Neuzugang zum CfR Links. Der Aufstieg kann im Nachhinein getrost als vorprogrammiert bezeichnet werden. Trotzdem musste er sich hart erkämpft werden, denn trotz nur einer Niederlage aus 28 Spielen blieb der Lokalrivale FC Büderich bis zum vorletzten Spieltag hartnäckigster Verfolger des CfR’s. Mit drei Punkten Vorsprung sicherten sich die Heerdter die Meisterschaft der Kreisliga A, Gruppe Nord. Die herausragenden Spiele der Saison waren die Begegnungen gegen den FC Büderich. Mit 1:0 gewann der CfR in Büderich vor über 300 Zuschauern, während das Rückspiel in Heerdt vor 600 Zuschauern mit 3:3 endete. Der 5:3 Sieg am 11. Spieltag beim damaligen Tabellendritten war wohl der spektakulärste Sieg der Saison 2004/2005, zumal der CfR nach 60 Spielminuten noch mit 0:3 im Hintertreffen lag. Am vorletzten Spieltag wurde die Meisterschaft schließlich mit einem 1:0 Sieg über den SV Lohausen unter Dach und Fach gebracht und mit einer Traktorenfahrt durch Heerdt gebührend gefeiert. Bekannte und herausragende Spieler der Mannschaft waren der oberligaerfahrene Christian von der Ahe (ehemals Fortuna II), Dirk Mader, Markus Schmidt, der Torschützenkönig Mohammed Al Haddaue (25 Tore), sowie das CfR-Eigengewächs Florian Kreuzer, er 22 Tore zum Bezirksligaaufstieg beitrug. Trotz weiterer fünf Verstärkungen für die Saison 2005/2006 wurde der Klassenerhalt erst am 29. Spieltag gesichert. Heute sind von dem Kader der damaligen Meistermannschaft nur noch Dirk Mader (Trainer der I. Mannschaft), Markus Schmidt (Co-Trainer), Dennis Janson und Magnus Voege für den CfR Links aktiv bzw. Vereinsmitglieder.